Sunset Boulevard

Musik von Andrew Lloyd Webber. Buch und Liedertexte von Don Black & Christopher Hampton nach dem Film von Billy Wilder. Deutsch von Michael Kunze

Zufällig gerät der arbeitslose Drehbuchautor Joe Gillis in eine prächtige, etwas vernachlässigte Villa am „Sunset Boulevard“ (Boulevard der Dämmerung), zwischen Hollywood und Los Angeles. Hier residiert Norma Desmond - ein Stummfilmstar, über den die Zeit hinweg gegangen ist - mit ihrem geheimnisvollen Butler Max. Geld hat sie noch immer genug; vom Publikum, das ihr früher zu Füßen lag, ist sie jedoch vollständig vergessen. Mit einem eigenen Drehbuch plant sie ein Comeback; Joe soll ihr bei der Überarbeitung des Buches helfen. Er durchschaut ihre Illusionen, ist aber von der grotesken Atmosphäre auch fasziniert. Aus seinem bisherigen Freundeskreis, darunter die Sekretärin Betty, die ebenfalls mit ihm an einem Drehbuch arbeitet, zieht Joe sich zurück und lässt sich von dem Luxus, den Norma Desmond ihm bieten kann, verführen.
1993 entstand das Musical nach Billy Wilders Kultfilm aus dem Jahr 1950. Die Handlung verbindet Liebesgeschichten, Bilder vom Glanz und Elend Hollywoods, Reflexionen über Illusionen und Realität. Im Mittelpunkt steht eine faszinierende Frau, die völlig in ihrer eigenen Welt lebt und am Ende ihren letzten großen Auftritt inszeniert ...

Einführungsveranstaltung mit dem Fim von Billy Wilder:
Mittwoch, 24.9.2014, 17.15 Uhr im CINEMA Döbeln
Sonntag, 26.10.2014, 10.30 Uhr im KINOPOLIS Freiberg

Co-Regie: Jörg Neubauer

Chorsolisten: Diana Chudzinski, Stefanie Goyal, Urte Jung, Stefanie Metzler, Birgit Meyer, Kathrin Moschke, Sabine Sattler-Sowade, Antoaneta Tcherniradeva; Stefan Burmester, Markus Gille, Sang Tee Lee, Dimitro Moses, Frieder Post, Ulrich Sattler, Jaromir Sedlmajer, Uwe Selle, Michael Zeiske

Line Hünken, Laura Sterba (TheaterJugendClub)

Mittelsächsische Philharmonie

Hollywoodreifes Musiktheater (Döbelner Allgemeine Zeitung 6.10.2014)

Susanne Engelhardt ist die Rolle wie auf den Leib geschrieben. Sie kann ihre großartige Stimme voll zur Geltung bringen. Für einige Szenen hat der Regisseur fast jeden auf die Bühne geholt, der singen kann. Und es ist ein Erlebnis, optisch und akustisch. (Döbelner Anzeiger 6.10.2014)

Die Musik bescherte einige Gänsehautmomente, zum Beispiel als Jens Winkelmann sein schaurig-schönes und zutiefst zynisches Lied "Sunset Boulevard" singt. Er rechnet ab mit der Gnadenlosigkeit und Zwiespältigkeit des Sehnsuchtsortes Hollywood, an dem alle nach oben streben. (Freie Presse 04.11.2014)

Alboresi findet wunderbar atmosphärische Bilder, um den Zwiespalt zwischen verklärter Rückschau und rauer Gegenwart deutlich zu machen. Vor allem Bühnenbildnerin Sandra Dehler hat hier ganze Arbeit geleistet. Ihre Kulisse spielt geschickt mit der Ästhetik des Films. (...) Man kann getrost sagen, dass diese Hollywoodgeschichte nach dem Broadway auch in Freiberg eine Heimat gefunden hat. (Dresdner Neueste Nachrichten 12.11.2014)