Der Rosenkavalier

Komödie für Musik von Hugo von Hofmannsthal. Musik von Richard Strauss

Kein Zweifel! Er gehört nicht nur zu den wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, sondern auch zu den erfolgreichsten seiner Zeit. Seine Opern und sinfonischen Dichtungen erfreuen sich weltweit großer Beliebtheit. Die Rede ist hier natürlich von Richard Strauss. 2014 feiern wir den 150. Geburtstag des Komponisten und das Musiktheaterensemble nimmt sich mit dem „Rosenkavalier“ eines seiner vielschichtigsten, aufwändigsten und opulentesten Werke an, das gleichzeitig auch sein populärstes Opus ist.

Freuen kann man sich also auf eine ebenso lebendige wie weise Komödie mit Musik auf einen Text des Dichters Hugo von Hofmannsthal. Sie erzählt, wie der junge Graf Octavian, der ein Verhältnis mit der älteren Feldmarschallin Fürstin Werdenberg durchlebt, auf das Mädchen Sophie trifft und hier den glücklichen Zauber der Liebe auf den ersten Blick erfährt. Zu dumm nur, dass Sophie mit dem Baron Ochs verlobt ist. Doch mit großer Freude und komödiantischer Lust setzt Octavian nun alles daran, den aufdringlichen Baron aus dem Felde zu schlagen. Der Marschallin bleibt am Ende nichts weiter übrig, als ihren Liebhaber in die Arme Sophies zu schicken. Doch als kluge und erfahrene Frau wusste sie von vornherein, dass dieser Tag einst kommen würde.

Ein Sänger: Alexandru Badea/Frank Unger/Christian S. Malchow
Ein Wirt: Sang Tea Lee
Der Haushofmeister der Feldmarschallin: Mark Schreck
Der Haushofmeister bei Faninal: Sang Tea Lee
Drei adelige Waisen: Urte Jung, Stefanie Metzler, Kathrin Moschke
Ein Tierhändler: Sang Tea Lee
Leopold: Frieder Post
Kellner: Mark Schreck, Michael Zeiske, Stefan Burmester, Dimitro Moses
Ein kleiner Diener (Mohammed): Joschi Bayerlein/Paul Christian Koop

Video: Steffen Cieplik | http://www.creoflux.de

Eine fesselnde Inszenierung ist Sebastian Ritschel hier geglückt, analytisch, mit fein abgestimmter Personenführung. Die geballte Intensität der Aufführung entsteht aber auch dadurch, dass die Sänger vor Orchester und Dirigent stehen: Vom Aufeinander-Hören hängt alles ab. "Der Rosenkavalier" als Kammerspiel mit kammermusikalischen Qualitäten - er gelingt. (Opernwelt Juni 2014)

Denn die notwendige Reduktion ist zugleich Programm. Indem Ritschel auf die sonst übliche Ausstattungsschlacht verzichtet, öffnet er den Blick für innere Vorgänge der vier Hauptfiguren. Die nämlich stehen sich wie im Kammertheater Aug in Aug gegenüber und offenbaren mit kleinen Gesten wie mit Blicken ihre Seelen. (Leipziger Volkszeitung 22.04.14)

Und der Regisseur vermag es, einen großen Opernabend zu inszenieren, unabhängig von der Größe des Theaters, denn den Hauptprotagonisten Marschallin, Octavian, Sophie und Baron Ochs gibt er viel Raum für intensives und sensibles Spiel in sorgsam choreografierten Konstellationen, so dass der begrenzte Raum der kleinen Bühne der emotionalen Weite des Geschehens keine Grenzen setzt. (Dresdner Neueste Nachrichten 17.03.14)

Diese Stringenz einer klaren Entwicklung wird von großartigen Sängern getragen, allen voran Octavian in der wohl berühmtesten Hosenrolle für Mezzosopran. (Freie Presse 17.03.14)

Das Premierenpublikum bejubelte nach über drei Stunden Spieldauer plus zwei Pausen fast zwanzig Minuten lang die außerordentlich gelungene Aufführung. ... Und wenn sich die drei Frauenstimmen zum Terzett vereinen, sich mischen, miteinander wetteifern, wechselnd die Führung übernehmen, getragen von den Klangmalereien des Orchesters, dann passt der "Rosenkavalier" perfekt auf diese Bühne. Dann kann man nur Gänsehaut bekommen und dem Zauber des Richard Strauss erliegen. (Sächsische Zeitung 17.03.14)