Musiktheater

Grußwort

Auf dem Theater greifen immer wieder Zeitebenen ineinander. Die Zeit, in der die Stücke oder Opern geschaffen wurden und unsere gemeinsame Gegenwart, in der Sie die Inszenierungen der Stoffe auf den Bühnen erleben. Aus den verschiedenen Perspektiven erzählen wir von dem „was war“, von dem „was ist“ und davon, „wie es werden könnte“. Das geschieht alles nicht ohne uns. Der Mensch gestaltet und wird gestaltet, er verändert und verändert sich. Und oft sind es Lebensentwürfe, die sich gegen eine gesellschaftliche Norm erfüllen müssen. Heimliches Leben, Lieben, Hoffen und Träumen. Heute aber gibt es viele dieser „Verstecke“ nicht mehr. Viele Tabus sind genommen und oft laufen die Geschichten, die das Theater erzählt, Gefahr, ihre Schärfe zu verlieren. Und dennoch treffen wir auf uns, auf den Menschen, nehmen Anteil daran, wie er seine Träume erfüllt, stürzt, scheitert und hofft, wir erleben das menschliche Maß, seine Grenzen und seine Überschreitungen, erleben das Lieben und Hassen, wir erleben eine große Partitur der menschlichen Möglichkeiten: Im Musical „Sunset Boulevard“, in „Der Zauberer von Oz“, in „Pique Dame“ und in „Die Hochzeit des Figaro“ genauso wie in „Der Vogelhändler“. Aber auch im Tanztheater, das wir als zusätzliches Angebot, als Gastspiel der Landesbühnen Sachsen für Sie in unseren Spielplan aufgenommen haben, erleben wir in „Brel“ den Menschen und seine Fähigkeit, Musik und Wort in Tanz zu übersetzen. Die wunderbaren Kompositionen von Wolfgang Amadeus Mozart, Peter Tschaikowski, Andrew Lloyd Webber, Carl Zeller und Jacques Brel haben die Werke aus unserer Geschichte unsterblich gemacht. Das Theater stellt Ihnen mit der Inszenierung dieser Werke aufregende magische Momente und ein Spektrum der menschlichen Möglichkeiten vor. Wir freuen uns auf Sie, liebe Zuschauer.

Ralf-Peter Schulze
Intendant und Künstlerischer Leiter Musiktheater